Siedlung und Soziales
Dörfliche Strukturen sind ein vielfältiges Themenfeld. Wie leben die Menschen in der Rhön? Wie haben sie früher gelebt? Und wie sieht heute eine nachhaltige Dorfentwicklung im ländlichen Raum und ein Alltag in der Kommunalverwaltung aus?
Besuch im Fränkischen Freilandmuseum mit Bildungsmodul
- 1. April bis 9. November möglich
- ab 4 Jahre (max. 15 – 25 Personen)
- Dauer: 1,5 – 2,5 Stunden
- in Kooperation mit dem Fränkischem Freilandmuseum Fladungen
Im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen begegnet ihr originalen und originalgetreu rekonstruierten Bauernhäusern, Handwerkswerkstätten und Alltagsobjekten aus drei Jahrhunderten. In den Bildungsmodulen des Fränkischen Freilandmuseums entdeckt ihr, wie Menschen im Frankenland vor langer Zeit lebten, arbeiteten und ihre Umwelt prägten.
Als Uroma Kind war… – Kindheit um 1920: Wie unterschiedet sich der Alltag von euren Urgroßeltern vom heutigen? Erkundet, welche Arbeiten sie erledigen mussten, was sie spielten – und ob sie überhaupt ein eigenes Kinderzimmer hatten!
Aufgepasst! Schulunterricht vor 1900: In der historischen Dorfschule aus Krausenbach erlebt ihr, wie Schulunterricht vor 1900 ablief – mit weiten Wegen, kalten Klassenräumen und strengen Lehrern. Diese Schulstunde hinterlässt bleibenden Eindruck, macht vor allem aber Spaß.
Sauber? Wäsche waschen um 1900: Wie wurde früher die Wäsche ohne Maschine sauber? Ausgestattet mit Kernseife, Waschbrett und Wäschestampfer wascht ihr hartnäckigste Flecken selbst ab – und erfahrt, wie Alltag ohne Badezimmer funktionierte.
Das Grüne Band - vom Todesstreifen zum Biotop
- ab 13 Jahren, Erwachsene
- Dauer: 1,5 – 3 Stunden
Drei Bundesländer umfasst das Biosphärenreservat Rhön und die ehemalige deutsch-deutsche Grenze geht mitten hindurch.
Die Grenzanlagen zwischen West- und Ostdeutschland waren Sperrgebiet für die Menschen. Für die Natur hat sich dadurch ein Rückzugsraum gebildet, der heute mit dem Projekt Grünes Band erhalten werden soll.
Die ehemalige Grenze ist nicht weit von Oberelsbach entfernt, es können z.B. am Schwarzen Moor, in Mellrichstadt oder bei Rappershausen alte Grenzeinrichtungen besichtigt werden. Gleichzeitig wird deutlich, wie sich in diesen Bereichen die Natur entwickeln konnte. So hat nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch der „Betrieb“ der Grenzanlagen zur biologischen Vielfalt der Region beigetragen.
Die Energie des Dorfes dem Dorfe – Exkursion ins Bioenergiedorf Großbardorf
- ab 13 Jahre, Erwachsene
- Dauer: 3 – 4 Stunden
Die Bürger selbst haben in eine Gemeinschaftsbiogasanlage, Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen und in ein Nahwärmenetz investiert und so zeigt Großbardorf, wie die Energiewende – mit hoher Akzeptanz vor Ort – funktionieren kann.
Die Bürger haben sich dort in einer Energiegenossenschaft organisiert, um das Potenzial der erneuerbaren Energien selbst zu entwickeln und die Wertschöpfung im Ort zu halten. Mit Erfolg: Großbardorf produziert fünfmal so viel Strom, wie es selbst verbraucht und die Abwärme der Biogasanlage heizt fast das ganze Dorf. Deshalb wurde Großbardorf vom Bundeslandwirtschaftsministerium zu einem von bundesweit drei Bioenergiedörfern gekürt. Die Führung beginnt bei der Gemeinschaftsbiogasanlage der Großbardorfer Landwirte und dem Nahwärmenetz. Anschließend stehen Photovoltaikprojekte auf dem Programm. Die Praxisbeispiele, die nächsten Projekte und das dahinter stehende Genossenschaftskonzept werden von einem Experten der Firma Agrokraft erklärt, die Großbardorf auf dem Weg zum Modellort begleitet hat.
Die Kirchenburg in Ostheim v. d. Rhön
- Erwachsene
- Dauer: 1,5 Stunden
Ein einzigartiges und beeindruckendes spätmittelalterliches Bauwerk mitten in Ostheim v. d. Rhön.
In Ostheim v. d. Rhön steht eine der schönsten Kirchenburgen Deutschlands, deren Erhaltungszustand in Schönheit und Größe einzigartig ist. Die Kirchenburg mit ihren Türmen und
Vorratskellern diente der Stadtbevölkerung als Zufluchtsort. Bei der Führung lernen die TeilnehmerInnen die einzelnen Elemente der Wehranlage und natürlich die Kirche kennen.
Die Rhön unter einem Dach - Rhönmuseum
- alle Altersgruppen
- Dauer: 1-1,5 Stunden
Im neuen Rhönmuseum in Fladungen können große und kleine Gäste seit Frühjahr 2025 die Vielfalt der Rhön unter einem Dach erleben. Das neu gestaltete Rhönmuseum in Fladungen lädt zu einer abwechslungsreichen Erkundungstour durch die Natur- und Kulturgeschichte der Region Rhön ein. Interaktive Stationen, spannende Geschichten und moderne Ausstellungsarchitektur lassen den Museumsbesuch zu einem echten Rhönerlebnis werden.
Digitalisierung - mit neuer Technik in eine nachhaltige Zukunft?
- alle Altersgruppen
- Dauer: 1,5 -2,5 Stunden
- in Kooperation mit dem BayernLab Bad Neustadt
Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind keine Gegensätze. Im BayernLab wird erlebbar, wie neue Technologien in Zukunft eingesetzt werden können.
Digitalisierung erleben: Anschauen – Anfassen – Ausprobieren. In den BayernLabs werden die digitalen Themen nicht als graue Theorie, sondern als erlebbare, bunte Praxis präsentiert. Neben weiteren Themen sind folgende Schwerpunkte möglich:
- Innovativer Geodaten-Einsatz: Mit dem BayernAtlas lassen sich Veränderungen in der Umwelt, z. B. durch den Klimawandel oder die Entwicklung der Siedlungstruktur, darstellen.
- 3D-Druck: Vom Kopf – auf den Monitor – in die Hand
- Roboter programmieren: Wir steigen in die Welt der Robotik mit Lego Mindstorm-Roboter ein.
Die TeilnehmerInnen brauchen zu den einzelnen Themen keine Vorkenntnisse. Eine genaue Absprache zu den Inhalten treffen wir im Vorfeld.
Kommunalpolitik und Dorfentwicklung verstehen
- ab 10 Jahren
- Dauer: 1-2 Stunden
Wie funktioniert lokale Demokratie und nachhaltige Raumplanung im Markt Oberelsbach? Entdeckt, wie Entscheidungen im Rathaus getroffen werden und welche Möglichkeiten Bürgerinnen und Bürger haben, ihre Gemeinde aktiv mitzugestalten.
Kommunalpolitik ganz nah (1-1,5h; ab 10 Jahre):
Ein Mitglied der Gemeindevertretung stellt die Strukturen der kommunalen Selbstverwaltung vor – von Bürgermeisterin und Gemeinderat bis zur Verwaltung. Stellt eure eigenen Fragen: Wie läuft eine Kommunalwahl ab? Wer kann Gemeinderat/rätin werden? Oder: Wofür ist der Bauhof zuständig?
Innen statt außen (1-2h; ab 14 Jahre):
Ein Rundgang durch Oberelsbach zeigt, wie sich Bevölkerungsveränderungen auf den Ort auswirken: Leerstand im Innenbereich trifft auf wachsende Neubaugebiete am Ortsrand. Im Gespräch mit einem Gemeindevertreter diskutiert ihr die Chancen und Risiken der „Innenentwicklung“ – und reflektiert, welche Aspekte euch persönlich wichtig sind für die Zukunft eures Ortes.
Orgelbaumuseum Schloss Hanstein
- alle Altersgrupppen
- Dauer: 1 Stunde
Der Orgelbau in Ostheim v. d. Rhön blickt auf eine 400-jährige Tradition zurück. Orgeln aus Ostheimer Produktion finden sich nicht nur in der Region, sondern in ganz Deutschland und darüber hinaus.
In den aufwändig sanierten Räumen von Schloss Hanstein können insbesondere die technischen Entwicklungen der Orgelbaugeschichte erlebt werden. Die Inhalte der Ausstellung werden durch verschiedene museumspädagogische Angebote lebendig vermittelt – natürlich dürfen auch Orgelklänge dabei nicht fehlen. Für Kinder stehen eigene Angebote zur Verfügung: Der Entdeckerrucksack führt durch das
Museum und zusammen mit Maskottchen „Orgelinchen“ gilt es knifflige Aufgaben zu lösen.
Ortserkundung Oberelsbach
- 8 – 12 Jahre
- Dauer: 1 Stunden
- kostenlos (fragt einfach bei der Rezeption nach)
Im Herzen der Rhön liegt Oberelsbach – ein Ort, der Tradition und Naturschutz verbindet.
Ausgestattet mit Zettel und Stift geht ihr auf eigene Faust durch das Dorf. Die Rallye führt euch mit spannenden Fragen und kreativen Mitmach-Aufgaben zu besonderen Plätzen im ganzen Dorf.
Sucht nach Hinweisen, löst gemeinsam die Rätsel und erfahrt mehr über Oberelsbach und seine Besonderheiten.
Siedlung und Leben im Mittelalter in Ostheim v. d. Rhön
- alle Altersgruppen
- Dauer: 2-3 Stunden
Das mittelalterliche Leben wird bei einem Rundgang durch Ostheim v. d. Rhön nachvollzogen.
Die TeilnehmerInnen treffen in der Altstadt von Ostheim v. d. Rhön auf eine Führerin in mittelalterlicher Gewandung, die ihnen die Gebäude zeigt, die seit dem Mittelalter in Ostheim v. d. Rhön stehen. Der Standesunterschied zwischen Volk und Herren wird im Laufe der Führung an verschiedenen Beispielen veranschaulicht. In einem Keller sehen sie alte Gebrauchsgegenstände und ziehen Vergleiche zu den „modernen“ Gegenstücken.
Auch als Ganztages-Ausflug (5-6 Stunden) möglich.
Auf Spurensuche durch Kellergänge, Kirchenburg und Lichtenburg erfahrt ihr, wie Menschen jenseits von Rittern und Königen im Mittelalter lebten. Zum Abschluss taucht selbst in diese Epoche ein: Gewandet als Ritter und Burgfräulein oder probiert das schießen mit einer Armbrust aus!